Categoria: Preparazioni Erboristiche

Rosmarin – Rhops myrinus, der balsamhaltige Strauch

*Um uns einen Eindruck des Wesens einer Heil- und Gewürzpflanze zu verschaffen, ist es hilfreich, sie zunächst in ihrer natürlichen Umgebung zu betrachten. Wir möchten den Rosmarin (Salvia rosmarinus Schleid, ehemals Rosmarinus officinalis L.) kennenlernen und begeben uns auf eine Reise in den Süden, ans Mittelmeer, bis in das undurchdringliche Dickicht der mediterranen Macchia an den Küstenregionen. Dort erkämpfen sich immergrüne, ausdauernde Sträucher und kleine Bäume ihren Platz an der heißen Mittelmeersonne, versenken ihre Wurzeln in sandige, oft salzige Böden, trotzen Winterstürmen und langen Dürreperioden. Ginster, stachelige Wacholderbüsche, schneeweißblühende Myrtenbäumchen spenden kleineren Arten wie Stranddisteln, Meerfenchel, Immortelle, Heiligenkraut und Zistrosen etwas Schatten. Wo der Tau nachts den kargen Boden benetzt, trauen sich auch wilde Ringelblumen, Ferkelkraut, Natternkopf, Thymian und rosafarbene Winden ans Licht. Mitten in dieser etwas rauen, widerstandsfähigen Pflanzengemeinschaf wächst der Rosmarin. Er bringt den Typus der Lippenblütler (Lamiaceae) auf seine eigene Weise zum Ausdruck, nämlich als immergrüner, bis zu zwei Metern hoher Strauch. Er unterscheidet sich stark von den Mitgliedern seiner Familie, denn vom krautigen, frischen Grün (Gundermann, Basilikum), der zierlichen Form der Blätter (Melisse, Gamander) oder der Vorliebe für satte Ackerböden (bei vielen Minzenarten), ist beim Rosmarin nichts mehr zu sehen: von Grund auf verholzen Stamm und Äste, seine Blätter sind spitzig wie Nadeln, er gedeiht fast ohne Regen und im Alter sieht manches Rosmarinexemplar aus wie ein richtiger Baum.

ph. kneipp.de

Auf Spaziergängen an der Mittelmeerküste, von Portugal über Italien und Griechenland bis in die Türkei, entdeckt man ihn wildwachsend: etwas verstaubt nach einem langen Sommer, mit silbernen Spinnweben in den sparrigen Ästen, eigentlich eher unscheinbar. Beim genaueren Hinsehen entdeckt man jedoch die Besonderheiten dieses Gewächses: seine kerzengeraden, belaubten Zweige, wie von tausend lanzettlichen Nadeln übersät, der aufrechte Wuchs in Richtung Sonne, in den lichtblauen Mittelmeerhimmel hinein. Mit Nadelbäumen hat der Rosmarin tatsächlich einige wertvolle Wirkstoffe gemeinsam, die auch in seinem aromatisch duftenden ätherischen Öl enthalten sind. Die Unterseite der Blätter ist weißlich grün und fein behaar, die Oberfläche mit einer wasserabweisenden Wachsschicht überzogen. Ätherisches Öl, Behaarung und Wachsschicht helfen, die Wasserverdunstung einzudämmen und Temperaturschwankungen leichter zu ertragen.

Im März und im September, also zweimal im Jahr, bilden sich himmelblaue bis rosarote Lippenblüten in den Blattachseln. Sie locken viele Bienen an, und der hellgelbe Rosmarinhonig, von leicht bitterem Geschmack, tut der Leber gut.

Das ätherische Rosmarinöl ist ein Vielstoffgemisch, das die immergrünen Blätter, Blüten und junge Zweige wie eine unsichtbare, duftende Hülle umgibt. Es gibt beim Rosmarin verschiedene Chemotypen, je nach Herkunftsland, die dem ätherischen Öl eine besondere Duftnote und Heilwirkung verleihen: Rosmarin Cineol, Rosmarin Borneon und Rosmarin Verbenon. Der Cineol-Typ wächst hauptsächlich in Marokko und Tunesien, der Borneon-Typ in Spanien und der Verbenon-Typ in Frankreich und auf Korsika vor.

Als „rhops myrinus“, balsamhaltiger Strauch, wurde er im alten Griechenland zum Räuchern am Totenbett verwendet, und bei den alten Römern hieß er „ros marinus“, Tau des Meeres. Geschichtlich gesehen gehört der Lippenblütler zu den ältesten heiligen Pflanzen. Lange bevor man ihn medizinisch verwendete, galt er als symbolische Pflanze und Mittel für Rituale, die mit Tod und Geburt, Hochzeit und Kultus zu tun hatten. In den verschiedensten Mythologien wird der Rosmarin mit dem Gedächtnis, dem Erinnerungsvermögen in Verbindung gesetzt: auf Darstellungen halten die Töchter der Mnemosyne, die Musen, einen Rosmarinzweig in der Hand, im alten Rom legte man den Verstorbenen ein Rosmarinsträusschen ins Grab, zum Zeichen ewiger Erinnerung. Interessant ist, dass Rosmarinextrakte nach neuesten Forschungen Freie Radikale hemmen und sich positiv auf Hirntätigkeit auswirken. Sie sollen vor Alzheimer schützen und Alterserscheinungen vorbeugen, unter anderem auch den Verlust des Kurzzeitgedächtnisses.

Das Erinnerungsvermögen, eine gute Konzentration und starke Nerven stehen für Vitalität, der Rosmarin galt bei den Ägyptern als Quelle unversiegbarer Lebenskraft. Bis ins Mittelalter sammelte und trocknete man ihn, um ansteckende Krankheiten fernzuhalten und verwendete die Zweige als immergrünen Weihnachtsschmuck. Das berühmte Ungarische Königswasser, „Aqua reginae Hungariae“, gab der gichtgeplagten ungarischen Königin Lebensfreude und Gesundheit zurück, und traditionelle Auszüge in Wein, Weingeist, Essig, Honigbier fehlten in keinem Haushalt.

Laut einer Überlieferung aus dem 16. Jahrhundert trieben in Toulouse vier Räuber ihr Unwesen in den Häusern reicher Pestkranker. Schießlich wurden sie auf frischer Tat ertappt und vor Gericht geschleppt. Um dem Henker zu entgehen, sollten sie das Geheimnis preisgeben, das sie vor der Ansteckung mit der schrecklichen Krankheit bewahrt hatte. So zählten sie die Zutaten des würzigen Essigtrankes auf, mit dem sie sich täglich eingerieben hatten, mit dem „Pestessig“ oder „Vierräuberessig“:

 Vinaigre des quatre voleurs – Vierräuber-Essig

Je einen Esslöffel folgender getrockneter Kräuter gut vermischen und gut mörsern: Blätter von Rosmarin, Salbei, Thymian, Lorbeer, ebenso viele Gewürznelken, eine Zimtstange, Kümmel- oder Fenchelfrüchte und Wacholderbeeren. Mit natürlichem Apfelessig übergießen und verschlossen an einem warmen, dunklen Ort ziehen lassen, öfters schütteln. Nach 4 Wochen leicht erwärmen, abseihen, in Braunglasflaschen füllen, in einem Jahr aufbrauchen.

Als vorbeugendes Grippemittel ist dieser aromatische, alkoholfreie Auszug auch heute zu empfehlen: in der kalten Jahreszeit morgens und abends zwei Teelöffel in etwas warmem Honigwasser auflösen und schluckweise trinken. Hilft bei Grippesymptomen, Kopfschmerzen, Durchfall, auch mehrmals täglich eingenommen. Verdünnt ist er auch für Kinder und ältere Menschen geeignet Äußerlich verwendet wirkt der „Spitzbubenessig“, wie er auch genannt wird, desinfizierend und reinigend, gegen Übelkeit und Müdigkeit und als exzellentes Gurgelwasser bei Zahnfleischbluten, Aphten und Halsschmerzen.

Der Rosmarin in der modernen Phytotherapie

Als heilsame Teile gelten in der heutigen Pflanzenheilkunde die Blätter, die Knospen, die blühenden Sprosse und das ätherische Öl des Rosmarins. Seine rhythmisch angeordneten, aromatischen Blätter enthalten neben dem terpenreichen, ätherischen Öl auch Flavonoide, Phenolsäuren, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Saponine, Ascorbinsäure. Als Extrakte werden Tinkturen, Sirupe, Gemmomazerate, Ölmazerate und Trockenextrakte hergestellt, und die Droge (Rosmarini foliae) gibt es getrocknet als Tee zur inneren und äußeren Anwendung.

Bei der Dampfdestillierung der blühenden Sprossspitzen erhält man das reine ätherische Rosmarinöl. Als Nebenprodukt entsteht Rosmarinhydrolat, also destilliertes Wasser, das wirksame Substanzen in hoher Verdünnung und etwas ätherisches Öl enthält. Es ist ein herrlich erfrischendes Kosmetikum für Haut und Haar und macht als Spray im Sommer putzmunter.

Rosmarintee ist für besonders für Menschen in der Lebensmitte geeignet, die morgens schlecht aus dem Bett kommen, über schmerzende Beine und Rücken klagen, nicht gut verdauen und öfters Kopfschmerzen haben. Dahinter können funktionelle Leber-, Gallen- und Magenbeschwerden stecken, die auf Stress, schlechte Ernährung, chronische Entzündungen und unzureichender Bewegung zurückzuführen sind. Zum Aufwachen wirkt der heiße Rosmarin-Infus morgens besser als schwarzer Kaffee oder Tee, er regt den Kreislauf und das Lymphsystem an, stärkt die Nerven und öffnet unsere Sinne für die Außenwelt. Für eine große Tasse Tee brüht man einen Esslöffel getrocknete Rosmarinblätter mit 300 ml kochendem Wasser auf und lässt 10 Minuten ziehen.

Um die anregende Wirkung zu unterstützen, massiert man Beine und Arme mit Rosmarinhydrolat oder – besonders im Winter – mit duftendem Rosmarinöl, das man leicht selbst herstellen kann: 30 Tropfen ätherisches Rosmarinöl werden mit 100 ml warmem Sesamöl oder Mandelöl vermischt und gut verschüttelt. Der wärmende, anregende Effekt des Krautes lässt nicht auf sich warten, man fühlt sich gleich viel „aufrechter“.

Der Rosmarin stellt uns in schwierigen Zeiten wieder auf die Beine, und in der anthroposophischen Medizin gilt er als Heilmittel, das das Ich unterstützt, wie die strahlende, wärmende Sonne an einem Hochsommertag. Als Lippenblütler ist er eine typische Pflanze der Mitte, die zwischen Oben und Unten, Kosmos und Erde vermittelt und für das richtige Gleichgewicht zwischen Herz und Verstand sorgt. Denn diese robuste Pflanze richtet sich sowohl an das Blut, Kreislauf und Herz, als auch an das Nervensystem. Dabei spielt sicher auch der „blutreinigende“, entgiftende Effekt eine Rolle: nach der traditionellen Medizin, auch nach der traditionellen chinesischen Heilkunde, wirkt sich eine schlecht arbeitende Leber ungünstig auf das Blut und den Kreislauf aus, trübt die Sinne, macht müde und reizbar.  

Daher empfehle ich besonders im Frühjahr, wenn der Organismus aus dem „Winterschlaf“ erwacht und frische Energie benötigt, eine Rosmarinkur mit der Einnahme einer hochwertigen Rosmarintinktur, Massagen (siehe oben) und der Verwendung von getrocknetem Rosmarin anstatt Salz in der täglichen Küche. Rosmarinextrakte senden stimulierende Impulse an alle Verdauungsorgane aus, feuern den Stoffwechsel an, trocknen überschüssige Feuchtigkeit (Schleim, Katarrh, Pilzkrankheiten) aus. Bei Magenbeschwerden reicht oft eine Tasse Rosmarintee, allerdings sollte man sicher sein, nicht unter Gallensteinen zu leiden, dann wäre Rosmarin als gallentreibendes Kraut falsch am Platz.ür ältere Menschen sind kalte Füße oft ein unangenehmes Leiden. Ansteigende Fußbäder mit starkem Rosmarintee oder Armbäder regen den Kreislauf an, unterstützen die Herztätigkeit und verbessern sogar die Beweglichkeit. Rosmarinauszüge werden mit Erfolg bei Krankheiten des Bewegungsapparates, bei Arthrose, Gicht und Rheuma eingesetzt, äußerlich massiert man mit Rosmarinöl- oder Salbe.

foto www.kneipp.de

Wer nördlich der Alpen ein sonniges Plätzchen auf dem Balkon oder im Garten hat, kann seinen eigenen Rosmarinstrauch ziehen und frische Blättchen zum Würzen und für Tees ernten. Im Winter sollte man ihn nicht arg frieren lassen, denn als mediterrane Pflanze verträgt er Minusgrade sehr schlecht. Am besten zieht man ihn in einen großen Kübel und lässt ihn im Hauseingang überwintern.

Zum Schluss noch ein Rezept aus der römischen Küche, in der Rosmarin, wie auch seine Verwandten Oregano, Basilikum, Thymian, Majoran und Salbei nie fehlen darf.

Überbackener Fenchel mit Rosmarin

4 Fenchelknollen

1 Teetasse geriebener Parmesankäse

2 Esslöffel getrocknete Rosmarinblätter

Geriebene Schale einer Orange, etwas Muskatnuss

Schwarze Oliven, Chillyöl, Olivenöl

1 feingehackte Knoblauchzehe

Fenchelknollen vierteln, gut waschen, in wenig Salzwasser bissfest kochen. In eine Auflaufform geben, Oliven, geriebene Orangenschale, Muskatnuss, Rosmarin, Knoblauch und ein paar Tropfen Chillyöl dazugeben, mit Olivenöl beträufeln und Parmesankäse darüber streuen. Bei 180 Grad im Ofen backen, bis der Käse hellbraun brutzelt.  Passt hervorragend zu Risotto, Hühnchen oder Fisch.

Karin Mecozzi Dipl. Herboristin

*Der Artikel erscheint als “Heilpflanzenporträt” in der Juniausgabe des Ernährungsrundbriefs, Arbeitskreis für Ernährungsforschung, Bad Vilbel (D)

OLEOLITI da pianta fresca

Tratto da “Ars herbaria, piante medicinali nel respiro dell’anno” Editrice Natura e Cultura (a breve la seconda edizione)

Raccogli la pianta officinale prescelta in giorni di ARIA/LUCE o CALORE secondo il calendario biodinamico, rispettando prima di tutto il tempo balsamico della pianta. Taglia finemente la droga fresca, riempi a metà un barattolo di vetro coprendo con olio di oliva extravergine biologico o biodinamico. È importante usare dell’olio di qualità, altrimenti, insieme alla pianta, si estraggono anche i residui di fitofarmaci e pesticidi.

Per ottenere un oleolito più delicato si miscelano olio di oliva e olio di mandorle o di riso o di vinaccioli spremuti a freddo (1:1); per uso cosmetico, per preparare pomate, creme, lozioni, aggiungo sempre dell’olio di jojoba o di avocado, olio di canapa e un cucchiaio di olio di germe di grano. In questo modo l’oleolito risulterà particolarmente fluido e delicato, sarà facile da stendere. Gli oleoliti con oli leggeri nutrono in profondità trasmettendo le proprietà benefiche, di calore e protezione delle piante spremute.

Metti il barattolo in un pentolino d’acqua e scalda a bagnomaria senza chiudere, portando l’olio a 60°C. Rimesta delicatamente con un cucchiaio di legno e lascia raffreddare lentamente nel pentolino d’acqua calda, poi chiudi e riponi in un luogo caldo per quattro settimane, scuotendo ogni giorno per mescolare olio e pianta. Apri il recipiente ogni settimana, la droga deve essere ben coperta dal solvente. Per estrarre meglio, nei primi giorni puoi riscaldare il recipiente facendo attenzione che l’olio questa volta non superi la temperatura di 35°C. Nel caso dell’iperico si espone al sole per tre giorni. Per la maggior parte delle altre piante che si raccolgono in estate, la macerazione NON viene esposta al sole.

Calendula officinalis , capolino intero in infusione oleosa

In alcuni oleoliti da pianta fresca può formarsi un fondo o delle velature. Se le piante non sono state raccolte dopo la pioggia e la preparazione è avvenuta correttamente, un eventuale fondo è dovuto alla decantazione di parti vegetali non filtrate. Secondo la mia esperienza non intacca le proprietà, per escludere ogni rischio puoi ripetere il filtraggio.

Come per le tinture, gli oleoliti “maturano” nel tempo. Prima di usarli aspetta tre mesi. Dopo otto mesi, in genere, un oleolito è perfetto e si sente dal profumo e da come si stende sulla cute. Si conserva in media per due anni nella bottiglia piena.

Impressioni di Fonte Avellana, Calendule. ph. Pamela Natalini

Nel giorno di Mercurio

Fitopreparazione erboristica significa per me, innanzitutto, sperimentazione. Dagli estratti che ottengo dalle piante selvatiche raccolte durante l’anno provo mille ricette – solo che non riesco ad attenermi e sperimento nuovi ingredienti, variazioni e miglioramenti. Non sempre poi le creme (Salben, salves) riescono, specialmente se emulsionate. Vi devo dire che non rinuncerei per nulla al mondo agli emulsionanti certificati bio, semplici da usare e anallergici.

raffreddando…..

Con oleoliti, tinture, polveri, oli essenziali, idrolati, cere, grassi mescolo, mescolo, mescolo…fino ad ottenere oggi, mercoledì, giorno di Mercurio, il grande Alchimista, una crema per le mani agrumata, con una aggiunta per la stagione molto secca, della lanolina non raffinata. La crema è corposa, profuma di elicriso, lana e calendula. Devo dire che vorrei farne ancora, provando l’oleolito di gemme appena messo in opera. Sperimentiamo…sperimentate sempre!

Finalmente riusciti, gli oli di fiori per il benessere pelle matura

Come tradizione, all’inizio dell’anno non può mancare una nuova ricetta cosmetica. Sto lavorando a pomate per la pelle matura, con pochi ingredienti di sicura efficacia. Ho scelto, tra i miei oleoliti, tre estratti preziosi, ottenuti dai fiori di tiglio, violetta e trifoglio rosso.

Raccolti in tempo balsamico, in paesaggi salutari, di infinita pace e bellezza, dopo anni di esperimenti ho finalmente imparato ad estrarre dai petali ancora freschi, nella prima parte dell’anno, dei rimedi che, come erboristi, usiamo da millenni.

Al posto di composti derivati dal petrolio, molecole di sintesi difficilmente riconoscibili dalla nostra pelle, vi invito a nutrirvi di pura natura, morbidi grassi e fitocomplessi lenitivi, che curano la pelle del viso, le labbra, il contorno occhi, le prime rughe e la cute da rivitalizzare.

Per aumentarne il beneficio, consiglierò poi ulteriori rimedi: le giuste tisane, per ogni età e situazione di pelle, sempre nel segno di un benessere in cosmesi che mette insieme l’estetica con la rigenerazione di corpo e anima, attraverso il meraviglioso mondo di piante e paesaggi.

Solidago virgaurea L. – Verga d’oro, anch’essa una pianta lenitiva per la pelle

“Aromi a portata di mano”: il peperoncino, aroma del cuore

Capsici annui fructus

->Una pianta aromatica al mese: uso e coltivazione, in cucina, caratteristiche in erboristeria e fitoterapia.

Cristoforo Colombo portò i semi di peperoncino (Capsicum annuum L.) dall’America, insieme ad altre specie delle Solanaceae, come le patate, i pomodori, i peperoni, le melanzane. Si contano moltissime varietà di peperoncino, spesso locali, da coltivare anche sul davanzale o sul terrazzo, scegliendo del buon terriccio e un’esposizione soleggiata. Si semina a marzo. Le giovani piantine vengono diradate lasciando uno spazio di almeno 40 cm. A fine estate maturano i frutti allungati, le bacche di colore verde brillante, poi rosso vivace.

Si raccolgono con la luna nuova in giorni di Frutti/Calore (Calendario lunare biodinamico) e si essiccano interi, all’ombra, infilandoli con dello spago di cotone. Il peperoncino fresco ha un gusto fruttato, la droga secca risulta più piccante e si conserva un anno. Nella mia famiglia romana non mancavano le coroncine di peperoncino appese in cucina e l’olio di peperoncino in tavola, tutti i giorni.

USO ERBORISTICO: Per appassionati di erboristeria tradizionale, una ricetta semplice da eseguire ed efficace nell’applicazione pratica: estratto oleoso al Capsicum. Ricetta della tradizione erboristica: “Oleolito composto al peperoncino”

**Oleolito di alloro (Laurus nobilis L.) 100 ml

**Oleolito di iperico (Hypericum perforatum L.) 20 ml

**Oleolito di peperoncino (Capsicum annuum L.) 5 ml

**Olio essenziale di Limone, Arancio dolce, Rosmarino.

Preparazione: versa gli oleoliti e l’estratto di peperoncino in un recipiente di vetro infrangibile, mettilo a bagno maria (misura le temperatura, non deve superare 40 gradi) e mescola in senso orario per 3 minuti. Aggiungi 5 gocce di ciascun olio essenziale e mescola per un altro minuto. Trasferisci la miscela in una bottiglietta di vetro scuro, etichetta e conserva al buio, lontano da fonti di calore. L’oleolito composto serve a massaggiare muscoli indolenziti, articolazioni doloranti (non in infiammazione acuta), irritazioni nervose (sciatica), tendiniti croniche (tendine di achille), mani e piedi soggetti a geloni. La miscela non è adatta ai bambini. La dose di estratto di peperoncino può essere variata, se ne aggiungi, aumenti il potere rubefacente del rimedio: attenzione, è irritante per gli occhi!

Consumare regolarmente del peperoncino è un’ottima abitudine: favorisce la digestione, migliora la circolazione sanguigna e protegge il cuore (antiossidante eccellente), ha proprietà antibiotiche ed  immunostimolanti. E’ adatto a insaporire pietanze nella dieta iposodica, dona un tocco speciale perfino ai dessert al cioccolato fondente e ai gelati.

testo Karin Mecozzi – immagini dal web

Le mandorle, nutrienti e ricche di virtù

La mandorla è un eccellente integratore naturale

Possiamo considerare le mandorle degli “integratori naturali” per giovani ed anziani: le piccole drupe contengono acidi grassi polinsaturi, proteine, calcio, fosforo, potassio, magnesio, tracce di ferro, vitamine del gruppo B e E e acido folico, e sono particolarmente indicate quando dobbiamo affrontare periodi faticosi nel lavoro, nello studio prima di un esame o dopo una malattia. Sono un ingrediente fondamentale della miscela di semi oleosi, noci e frutta secca che in tedesco viene chiamata Studentenfutter, letteralmente “becchime degli studenti”, da sgranocchiare durante la giornata. E’ stato riscontrato che il consumo regolare di mandorle migliora la viscosità del sangue, regola il colesterolo e aiuta nella prevenzione dell’infarto al miocardio. Le mandorle sono particolarmente preziose per le donne: mangiare dieci mandorle al giorno può prevenire le vene varicose, rafforzare la circolazione sanguigna e tonificare l’utero. Secondo un’antica leggenda germanica, quando una donna desidera concepire una figlia, deve incidere il nome su tre mandorle e portarle con sé tenendole vicine al corpo, per un intero ciclo lunare.

Latte di mandorla

50 g di mandorle

250 ml di acqua tiepida

100 g di zucchero di canna

Per togliere il tegumento marrone si mettono in ammollo le mandorle con acqua bollente per mezz’ora. Una volta pulite si pestano nel mortaio fino ad ottenere una pasta omogenea. Aggiungere l’acqua tiepida e lasciare in infusione per due ore. Filtrare e sciogliervi lo zucchero di canna. Prima di servire, diluire il latte di mandorla con acqua fredda o calda. In estate si aggiunge una foglia di menta, in inverno un pizzico di cannella o vaniglia in polvere. Si conserva in frigo, è meglio consumarlo in pochi giorni.

(tratto da Ars herbaria, le piante nel respiro dell’anno – Natura e Cultura Editrice 2012)

Amaro dei Centauri

Feste in arrivo? Piatti prelibati, magari fatti in casa, dolci, sostanziosi e semplicemente buoni. Eppure, l’organismo a volte chiede moderazione. Influenza? Con mal di testa, muscolo doloranti, bocca impastata e leggera nausea. L’intossicazione è dovuta all’elevato lavoro svolto dal fegato per debellare il virus, tra l’altro. Nausea da viaggio, in gravidanza, in menopausa, in cura oncologica – può aiutare un rimedio ben tollerato ma efficace.

La miscela delle seguenti piante proviene da una ricetta tradizionale, è l “Amaro dei Centauri”. La pianta principale, il centauro maggiore, è una piccola genzianacea, molto amara e di sicuro effetto digestivo. E’ chiamata anche “Cacciafebbre”, e l’azione febbrifuga è dimostrata in fitoterapia. Le estrazioni idralcoliche di piante amare e aromatiche, tra cui Erythrea centaurium, Agrimonia eupatoria, Cynara scolymus, Citrus sinensis, sono sinergiche in questo amaro tonico, poche gocce in acqua calda o in un infuso di camomilla e menta sono adatte a adulti e ragazzi; attenzione a chi soffre di calcoli biliari, l’amaro è, ovviamente, colagogo.

Energia e vitalità per la nuova stagione: AUTUNNO

Parole chiave per settembre: benedire l’abbondanza ricevuta, ricentrarsi, resilienza, 3 gesti, drenare, rafforzare, creare involucro

Settembre, siamo ancora sazi dei colori e dei profumi che l’estate ha portato, la nostra anima è aperta verso l’esterno, verso l’altro. In molte regioni si celebrano feste tradizionali in cui si benedice il raccolto e si ringrazia per l’abbondanza ricevuta[1].

L’autunno biologico ha inizio circa quaranta giorni prima della data astronomica. Proprio questo periodo, tra metà agosto a fine settembre, è particolarmente adatto per prepararci alla stagione più fredda, interiormente e fisicamente.

Cosa succede quando le giornate si fanno più corte e la luce va diminuendo? L’immagine è il ritorno a casa: con il primo fresco e le piogge torniamo verso la nostra interiorità, fisicamente e nell’animo, e verso una maggiore presenza.

Qui ­­troviamo “forze di resilienza” che ci aiuteranno a passare un buon autunno e un inverno in salute. ­­Con un’alimentazione adeguata ed erbe specifiche abituiamo l’organismo al cambio di ritmo. Per la vostra quotidianità propongo tre semplici gesti:

  • drenare e depurare
  • rafforzare e nutrire
  • creare involucro ­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­

Seguono piccoli consigli per l’autunno, da applicare se siete in buona salute, rispettando i vostri ritmi, l’età e la vostra costituzione[2].

Drenare & depurare

Drenare e depurare vuol dire lasciar andare – ringraziamo per i doni dell’estate, raccogliamo i frutti maturi, concludiamo con un sentimento caloroso la bella stagione. Per liberare gli organi eseguite un giorno di semi-digiuno alla settimana, fino a metà ottobre, ad esempio mangiando solo uva o solo mele, solo riso, verdure cotte o ortaggi crudi. Accompagnate bevendo 1 l di acqua tiepida e 1 l di tisana depurativa blanda. Come sostegno esterno, ogni mattina spazzolate la pelle con un guanto ruvido con movimenti circolari; usate del buon sapone di Marsiglia per lavarvi. L’idrolato di rosmarino, spruzzato finemente su tutto il corpo, aiuta la circolazione sanguigna e la concentrazione.

Rafforzare & nutrire

Rafforzare vuol dire prendere coraggio, portare energia nel proprio organismo. Allenate il vostro corpo con passeggiate veloci, ginnastica. Ballate al ritmo della vostra musica preferita, aprite il torace respirando a fondo. Un valido aiuto per dare forza è lo sciroppo di prugnolo (Prunus spinosa L.), ricco di antociani, vitamine. Mangiate l’ortica cotta appena raccolta, la piantaggine, la cicoria e, per gli anemici, la tradizionale mela chiodata. Nutrite il vostro corpo con del cibo di qualità e prendetevi degli attimi di pausa e silenzio per dare cibo anche allo spirito.

Creare involucro 

Con il calare delle temperature in autunno reintroduciamo alimenti più sostanziosi, più grassi e proteine nobili, più cereali integrali. Sono un aiuto prezioso gli oli che contengono acidi polinsaturi come l’olio di lino, canapa, vinaccioli, semi di zucca – se consumati regolarmente a piccole dosi, aumentano le forze immunitarie creando involucro. Ottime anche noci, nocciole, mandorle, poi semi di girasole, zucca e sesamo. Gli oli sono fondamentali inoltre nella cura della pelle nella stagione più fredda. Miscelando del buon olio di mandorle bio con oli essenziali di arancio dolce, finocchio, geranio e carota otteniamo un fluido nutriente, un mantello di calore profumato.

[1] Una descrizione approfondita dell’autunno e l’erboristeria in: Ars herbaria, le piante medicinali nel respiro dell’anno, Karin Mecozzi, Editrice Natura e cultura

[2] Per una preparazione stagionale efficace è bene rivolgersi all’erborista, che vi sa consigliare in modo esperto e professionale. Se soffrite di malattie acute, croniche o congenite, chiedete al vostro medico di fiducia, prima di usare piante medicinali e fitoestratti.

 

PRIMAVERA – PRIMULA VERIS

Verso i primi di marzo nei boschi di latifoglie dell’Appennino e delle Prealpi perdurano i colori scuri dell’inverno, i toni rigorosi del grigio e del marrone bruciato. Alberi e Arbusti sono spogli, l’aria è impregnata dall’odore della terra umida e delle foglie che si decompongono. La rinascita del regno vegetale non è ancora palese ma avventurandoci nel sottobosco il suolo si illumina di centinaia di punti di luce sulfurea: le PRIMULE spuntano dalla terra ancora addormentata con la freschezza e l’energia delle forze dell’Ariete.

Le foglie oblunghe hanno una nervatura centrale chiara, sono ricche d’acqua e croccanti al gusto (sono ottime nelle insalate miste primaverili, stacchiamole con cautela per non danneggiare la rosetta!). L’infiorescenza della PRIMULA VULGARIS è saldamente attaccata al suolo e alla rosetta fogliare quasi sbocciasse dalla radice. Lo stelo della PRIMULA VERIS (o officinalis) si stacca invece dalla rosetta innalzandosi e raggiungendo dai 10 ai 20 cm. E’ la varietà che predilige prati umidi e pascoli ma è ormai rara e in alcune regioni è specie protetta. I fiori a campana di un bel giallo acceso sono riuniti a gruppi. Colpisce il gesto dell’infiorescenza: una parte di fiori guarda in alto verso il sole primaverile, l’altra si china verso il basso, la terra scura e ricca di sali minerali.
Sia questo gesto, sia l’arrangiamento delle foglie a lemniscata esprimono le forze della stagione di mezzo, della primavera. Scandiscono il ritmo che accompagna il vivente nel passaggio dal sonno invernale alla produttività estiva.

Le primule agiscono sugli organi del sistema ritmico: cuore e polmoni. Primula veris contiene acido salicilico nella radice, una sostanza che troviamo nelle piante come il salice, la filipendula e la betulla che crescono in ambienti umidi e freschi e nella parte superiore, nelle infiorescenze e nelle fronde esprimono la volontà di accogliere le forze di luce ed aria (W. Pelikan).
Le saponine, un altro principio attivo delle primule, sono sostanze “mercuriali” che portano l’ossigeno nell’elemento liquido, favoriscono i processi metabolici e hanno una forte azione espettorante.
Come ulteriori sostanze portatrici di luce e vivificanti sono presenti il carotene che dà ai fiori quel giallo intenso, la vitamina C, fenoli e flavonoidi.

Nella tradizione popolare si usano i fiori per tisane calmanti, contro l’emicrania e le vertigini. Si prepara un vino medicato come tonico primaverile e le radici vengono estratte per curare la tosse e il catarro.

Bagno di vapore primaverile per il viso:


Aggiungere due manciate di fiori freschi di primula e un cucchiaino di bicarbonato a un litro di acqua bollente, tenere il viso sopra il vapore per circa cinque minuti, poi risciacquare con dell’acqua fresca e applicare una crema leggera.