Categoria: PRATICA ERBORISTICA

Disinfetta, sfiamma e distende: CAMOMILLA

ph. Christoph Simonis

In primavera, lungo sentieri e campi di grano, fioriscono luminosi i piccoli cespi di camomilla. Per distinguere la pianta da altre specie, apri un capolino: la camomilla officinale (Matricaria camomilla L.) contiene una piccola bolla d’aria! L’intera pianta emana un forte profumo, aromatico  e tipico. La camomilla, della famiglia delle Asteraceae, è “sulfurea”e anche un po’ lunare, disinfetta e sfiamma allo stesso tempo, mette a posto laddove processi di decomposizione vorrebbero prendere il sopravvento. Contiene flavonoidi (quercetina), lattoni (matricina) e un olio essenziale prezioso dal bel colore blu (camazulene). I fiori freschi ed essiccati hanno un’azione calmante e sono usati in infusi e tintur contro coliche e spasmi addominali. La pianta si rivolge sia alla sfera del ricambio, sia al sistema nervoso, agendo anche sulla pelle, nostro grande organo emuntore. Per via esterna, l’impacco con l’infuso lenisce punture di insetti e piccole lesioni, eritemi e eczemi. L’oleolito (estratto oleoso) e l’olio essenziale di camomilla diluito in un solvente (olio di jojoba, ad esempio) sono indicati per aiutare la cicatrizzazione di ferite e ustioni.e l’unguento (oleolito + cera d’api).

Per preparare l’oleolito si raccolgono i capolini appena schiusi nel tempo balsamico, si lasciano riposare brevemente stesi su fogli di carta o teli di cotone e si mettono a macerare con olio di oliva.  A 20 ml di oleolito di camomilla, aggiungi 1 goccia del prezioso olio essenziale e 2 gocce di olio essenziale di lavanda officinale. E’ un “rimedio da pronto soccorso” per improvvisi mal di testa, mal d’orecchie e nevralgie.

Matricaria recutita

Beruhigt, hemmt Entzündungen: ECHTE KAMILLE

Im Frühjahr keimen an Weg- und Feldrändern viele verschiedene Kamillenarten: die Blütenköpfchen der echten Kamille (Matricaria chamomilla L.) enthalten eine winzige Luftblase! Die Kamille ist eine „Schwefelpflanze“, wirkt keimtötend, entzündungshemmend, räumt auf, wo Gärprozesse Überhand nehmen wollen. Sie hat ihre Entsprechung zum Darm, dem Stoffwechsel und dem Nervensystem. Aus den getrockneten Blüten stellt man einen beruhigenden Tee und eine Tinktur gegen Bauchkrämpfe und Regelbeschwerden her. Mit lauwarmem Kamillentee behandelt man Insektenstiche und kleine Wunden. Aus 20 g angetrockneten Blüten und 300 ml nativem Olivenöl wird ein duftender Ölauszug zubereitet. Man lässt ihn 3 Wochen lang im Warmen stehen und filtert. Hilft äußerlich bei Ohrenschmerzen und Zahnungsbeschwerden der Kleinkinder. Auf 20 ml Ölauszug gibt man 1 Tropfen des ätherischen Kamillenöls (blau!), um Muskelverspannungen im Nacken- und Schulterbereich sanft zu lösen.

 

ph. Christoph Simonis
Matricaria chamomilla L. Foto Christoph Simonis

Rosmarin – Rhops myrinus, der balsamhaltige Strauch

*Um uns einen Eindruck des Wesens einer Heil- und Gewürzpflanze zu verschaffen, ist es hilfreich, sie zunächst in ihrer natürlichen Umgebung zu betrachten. Wir möchten den Rosmarin (Salvia rosmarinus Schleid, ehemals Rosmarinus officinalis L.) kennenlernen und begeben uns auf eine Reise in den Süden, ans Mittelmeer, bis in das undurchdringliche Dickicht der mediterranen Macchia an den Küstenregionen. Dort erkämpfen sich immergrüne, ausdauernde Sträucher und kleine Bäume ihren Platz an der heißen Mittelmeersonne, versenken ihre Wurzeln in sandige, oft salzige Böden, trotzen Winterstürmen und langen Dürreperioden. Ginster, stachelige Wacholderbüsche, schneeweißblühende Myrtenbäumchen spenden kleineren Arten wie Stranddisteln, Meerfenchel, Immortelle, Heiligenkraut und Zistrosen etwas Schatten. Wo der Tau nachts den kargen Boden benetzt, trauen sich auch wilde Ringelblumen, Ferkelkraut, Natternkopf, Thymian und rosafarbene Winden ans Licht. Mitten in dieser etwas rauen, widerstandsfähigen Pflanzengemeinschaf wächst der Rosmarin. Er bringt den Typus der Lippenblütler (Lamiaceae) auf seine eigene Weise zum Ausdruck, nämlich als immergrüner, bis zu zwei Metern hoher Strauch. Er unterscheidet sich stark von den Mitgliedern seiner Familie, denn vom krautigen, frischen Grün (Gundermann, Basilikum), der zierlichen Form der Blätter (Melisse, Gamander) oder der Vorliebe für satte Ackerböden (bei vielen Minzenarten), ist beim Rosmarin nichts mehr zu sehen: von Grund auf verholzen Stamm und Äste, seine Blätter sind spitzig wie Nadeln, er gedeiht fast ohne Regen und im Alter sieht manches Rosmarinexemplar aus wie ein richtiger Baum.

ph. kneipp.de

Auf Spaziergängen an der Mittelmeerküste, von Portugal über Italien und Griechenland bis in die Türkei, entdeckt man ihn wildwachsend: etwas verstaubt nach einem langen Sommer, mit silbernen Spinnweben in den sparrigen Ästen, eigentlich eher unscheinbar. Beim genaueren Hinsehen entdeckt man jedoch die Besonderheiten dieses Gewächses: seine kerzengeraden, belaubten Zweige, wie von tausend lanzettlichen Nadeln übersät, der aufrechte Wuchs in Richtung Sonne, in den lichtblauen Mittelmeerhimmel hinein. Mit Nadelbäumen hat der Rosmarin tatsächlich einige wertvolle Wirkstoffe gemeinsam, die auch in seinem aromatisch duftenden ätherischen Öl enthalten sind. Die Unterseite der Blätter ist weißlich grün und fein behaar, die Oberfläche mit einer wasserabweisenden Wachsschicht überzogen. Ätherisches Öl, Behaarung und Wachsschicht helfen, die Wasserverdunstung einzudämmen und Temperaturschwankungen leichter zu ertragen.

Im März und im September, also zweimal im Jahr, bilden sich himmelblaue bis rosarote Lippenblüten in den Blattachseln. Sie locken viele Bienen an, und der hellgelbe Rosmarinhonig, von leicht bitterem Geschmack, tut der Leber gut.

Das ätherische Rosmarinöl ist ein Vielstoffgemisch, das die immergrünen Blätter, Blüten und junge Zweige wie eine unsichtbare, duftende Hülle umgibt. Es gibt beim Rosmarin verschiedene Chemotypen, je nach Herkunftsland, die dem ätherischen Öl eine besondere Duftnote und Heilwirkung verleihen: Rosmarin Cineol, Rosmarin Borneon und Rosmarin Verbenon. Der Cineol-Typ wächst hauptsächlich in Marokko und Tunesien, der Borneon-Typ in Spanien und der Verbenon-Typ in Frankreich und auf Korsika vor.

Als „rhops myrinus“, balsamhaltiger Strauch, wurde er im alten Griechenland zum Räuchern am Totenbett verwendet, und bei den alten Römern hieß er „ros marinus“, Tau des Meeres. Geschichtlich gesehen gehört der Lippenblütler zu den ältesten heiligen Pflanzen. Lange bevor man ihn medizinisch verwendete, galt er als symbolische Pflanze und Mittel für Rituale, die mit Tod und Geburt, Hochzeit und Kultus zu tun hatten. In den verschiedensten Mythologien wird der Rosmarin mit dem Gedächtnis, dem Erinnerungsvermögen in Verbindung gesetzt: auf Darstellungen halten die Töchter der Mnemosyne, die Musen, einen Rosmarinzweig in der Hand, im alten Rom legte man den Verstorbenen ein Rosmarinsträusschen ins Grab, zum Zeichen ewiger Erinnerung. Interessant ist, dass Rosmarinextrakte nach neuesten Forschungen Freie Radikale hemmen und sich positiv auf Hirntätigkeit auswirken. Sie sollen vor Alzheimer schützen und Alterserscheinungen vorbeugen, unter anderem auch den Verlust des Kurzzeitgedächtnisses.

Das Erinnerungsvermögen, eine gute Konzentration und starke Nerven stehen für Vitalität, der Rosmarin galt bei den Ägyptern als Quelle unversiegbarer Lebenskraft. Bis ins Mittelalter sammelte und trocknete man ihn, um ansteckende Krankheiten fernzuhalten und verwendete die Zweige als immergrünen Weihnachtsschmuck. Das berühmte Ungarische Königswasser, „Aqua reginae Hungariae“, gab der gichtgeplagten ungarischen Königin Lebensfreude und Gesundheit zurück, und traditionelle Auszüge in Wein, Weingeist, Essig, Honigbier fehlten in keinem Haushalt.

Laut einer Überlieferung aus dem 16. Jahrhundert trieben in Toulouse vier Räuber ihr Unwesen in den Häusern reicher Pestkranker. Schießlich wurden sie auf frischer Tat ertappt und vor Gericht geschleppt. Um dem Henker zu entgehen, sollten sie das Geheimnis preisgeben, das sie vor der Ansteckung mit der schrecklichen Krankheit bewahrt hatte. So zählten sie die Zutaten des würzigen Essigtrankes auf, mit dem sie sich täglich eingerieben hatten, mit dem „Pestessig“ oder „Vierräuberessig“:

 Vinaigre des quatre voleurs – Vierräuber-Essig

Je einen Esslöffel folgender getrockneter Kräuter gut vermischen und gut mörsern: Blätter von Rosmarin, Salbei, Thymian, Lorbeer, ebenso viele Gewürznelken, eine Zimtstange, Kümmel- oder Fenchelfrüchte und Wacholderbeeren. Mit natürlichem Apfelessig übergießen und verschlossen an einem warmen, dunklen Ort ziehen lassen, öfters schütteln. Nach 4 Wochen leicht erwärmen, abseihen, in Braunglasflaschen füllen, in einem Jahr aufbrauchen.

Als vorbeugendes Grippemittel ist dieser aromatische, alkoholfreie Auszug auch heute zu empfehlen: in der kalten Jahreszeit morgens und abends zwei Teelöffel in etwas warmem Honigwasser auflösen und schluckweise trinken. Hilft bei Grippesymptomen, Kopfschmerzen, Durchfall, auch mehrmals täglich eingenommen. Verdünnt ist er auch für Kinder und ältere Menschen geeignet Äußerlich verwendet wirkt der „Spitzbubenessig“, wie er auch genannt wird, desinfizierend und reinigend, gegen Übelkeit und Müdigkeit und als exzellentes Gurgelwasser bei Zahnfleischbluten, Aphten und Halsschmerzen.

Der Rosmarin in der modernen Phytotherapie

Als heilsame Teile gelten in der heutigen Pflanzenheilkunde die Blätter, die Knospen, die blühenden Sprosse und das ätherische Öl des Rosmarins. Seine rhythmisch angeordneten, aromatischen Blätter enthalten neben dem terpenreichen, ätherischen Öl auch Flavonoide, Phenolsäuren, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Saponine, Ascorbinsäure. Als Extrakte werden Tinkturen, Sirupe, Gemmomazerate, Ölmazerate und Trockenextrakte hergestellt, und die Droge (Rosmarini foliae) gibt es getrocknet als Tee zur inneren und äußeren Anwendung.

Bei der Dampfdestillierung der blühenden Sprossspitzen erhält man das reine ätherische Rosmarinöl. Als Nebenprodukt entsteht Rosmarinhydrolat, also destilliertes Wasser, das wirksame Substanzen in hoher Verdünnung und etwas ätherisches Öl enthält. Es ist ein herrlich erfrischendes Kosmetikum für Haut und Haar und macht als Spray im Sommer putzmunter.

Rosmarintee ist für besonders für Menschen in der Lebensmitte geeignet, die morgens schlecht aus dem Bett kommen, über schmerzende Beine und Rücken klagen, nicht gut verdauen und öfters Kopfschmerzen haben. Dahinter können funktionelle Leber-, Gallen- und Magenbeschwerden stecken, die auf Stress, schlechte Ernährung, chronische Entzündungen und unzureichender Bewegung zurückzuführen sind. Zum Aufwachen wirkt der heiße Rosmarin-Infus morgens besser als schwarzer Kaffee oder Tee, er regt den Kreislauf und das Lymphsystem an, stärkt die Nerven und öffnet unsere Sinne für die Außenwelt. Für eine große Tasse Tee brüht man einen Esslöffel getrocknete Rosmarinblätter mit 300 ml kochendem Wasser auf und lässt 10 Minuten ziehen.

Um die anregende Wirkung zu unterstützen, massiert man Beine und Arme mit Rosmarinhydrolat oder – besonders im Winter – mit duftendem Rosmarinöl, das man leicht selbst herstellen kann: 30 Tropfen ätherisches Rosmarinöl werden mit 100 ml warmem Sesamöl oder Mandelöl vermischt und gut verschüttelt. Der wärmende, anregende Effekt des Krautes lässt nicht auf sich warten, man fühlt sich gleich viel „aufrechter“.

Der Rosmarin stellt uns in schwierigen Zeiten wieder auf die Beine, und in der anthroposophischen Medizin gilt er als Heilmittel, das das Ich unterstützt, wie die strahlende, wärmende Sonne an einem Hochsommertag. Als Lippenblütler ist er eine typische Pflanze der Mitte, die zwischen Oben und Unten, Kosmos und Erde vermittelt und für das richtige Gleichgewicht zwischen Herz und Verstand sorgt. Denn diese robuste Pflanze richtet sich sowohl an das Blut, Kreislauf und Herz, als auch an das Nervensystem. Dabei spielt sicher auch der „blutreinigende“, entgiftende Effekt eine Rolle: nach der traditionellen Medizin, auch nach der traditionellen chinesischen Heilkunde, wirkt sich eine schlecht arbeitende Leber ungünstig auf das Blut und den Kreislauf aus, trübt die Sinne, macht müde und reizbar.  

Daher empfehle ich besonders im Frühjahr, wenn der Organismus aus dem „Winterschlaf“ erwacht und frische Energie benötigt, eine Rosmarinkur mit der Einnahme einer hochwertigen Rosmarintinktur, Massagen (siehe oben) und der Verwendung von getrocknetem Rosmarin anstatt Salz in der täglichen Küche. Rosmarinextrakte senden stimulierende Impulse an alle Verdauungsorgane aus, feuern den Stoffwechsel an, trocknen überschüssige Feuchtigkeit (Schleim, Katarrh, Pilzkrankheiten) aus. Bei Magenbeschwerden reicht oft eine Tasse Rosmarintee, allerdings sollte man sicher sein, nicht unter Gallensteinen zu leiden, dann wäre Rosmarin als gallentreibendes Kraut falsch am Platz.ür ältere Menschen sind kalte Füße oft ein unangenehmes Leiden. Ansteigende Fußbäder mit starkem Rosmarintee oder Armbäder regen den Kreislauf an, unterstützen die Herztätigkeit und verbessern sogar die Beweglichkeit. Rosmarinauszüge werden mit Erfolg bei Krankheiten des Bewegungsapparates, bei Arthrose, Gicht und Rheuma eingesetzt, äußerlich massiert man mit Rosmarinöl- oder Salbe.

foto www.kneipp.de

Wer nördlich der Alpen ein sonniges Plätzchen auf dem Balkon oder im Garten hat, kann seinen eigenen Rosmarinstrauch ziehen und frische Blättchen zum Würzen und für Tees ernten. Im Winter sollte man ihn nicht arg frieren lassen, denn als mediterrane Pflanze verträgt er Minusgrade sehr schlecht. Am besten zieht man ihn in einen großen Kübel und lässt ihn im Hauseingang überwintern.

Zum Schluss noch ein Rezept aus der römischen Küche, in der Rosmarin, wie auch seine Verwandten Oregano, Basilikum, Thymian, Majoran und Salbei nie fehlen darf.

Überbackener Fenchel mit Rosmarin

4 Fenchelknollen

1 Teetasse geriebener Parmesankäse

2 Esslöffel getrocknete Rosmarinblätter

Geriebene Schale einer Orange, etwas Muskatnuss

Schwarze Oliven, Chillyöl, Olivenöl

1 feingehackte Knoblauchzehe

Fenchelknollen vierteln, gut waschen, in wenig Salzwasser bissfest kochen. In eine Auflaufform geben, Oliven, geriebene Orangenschale, Muskatnuss, Rosmarin, Knoblauch und ein paar Tropfen Chillyöl dazugeben, mit Olivenöl beträufeln und Parmesankäse darüber streuen. Bei 180 Grad im Ofen backen, bis der Käse hellbraun brutzelt.  Passt hervorragend zu Risotto, Hühnchen oder Fisch.

Karin Mecozzi Dipl. Herboristin

*Der Artikel erscheint als “Heilpflanzenporträt” in der Juniausgabe des Ernährungsrundbriefs, Arbeitskreis für Ernährungsforschung, Bad Vilbel (D)

OLEOLITI da pianta fresca

Tratto da “Ars herbaria, piante medicinali nel respiro dell’anno” Editrice Natura e Cultura (a breve la seconda edizione)

Raccogli la pianta officinale prescelta in giorni di ARIA/LUCE o CALORE secondo il calendario biodinamico, rispettando prima di tutto il tempo balsamico della pianta. Taglia finemente la droga fresca, riempi a metà un barattolo di vetro coprendo con olio di oliva extravergine biologico o biodinamico. È importante usare dell’olio di qualità, altrimenti, insieme alla pianta, si estraggono anche i residui di fitofarmaci e pesticidi.

Per ottenere un oleolito più delicato si miscelano olio di oliva e olio di mandorle o di riso o di vinaccioli spremuti a freddo (1:1); per uso cosmetico, per preparare pomate, creme, lozioni, aggiungo sempre dell’olio di jojoba o di avocado, olio di canapa e un cucchiaio di olio di germe di grano. In questo modo l’oleolito risulterà particolarmente fluido e delicato, sarà facile da stendere. Gli oleoliti con oli leggeri nutrono in profondità trasmettendo le proprietà benefiche, di calore e protezione delle piante spremute.

Metti il barattolo in un pentolino d’acqua e scalda a bagnomaria senza chiudere, portando l’olio a 60°C. Rimesta delicatamente con un cucchiaio di legno e lascia raffreddare lentamente nel pentolino d’acqua calda, poi chiudi e riponi in un luogo caldo per quattro settimane, scuotendo ogni giorno per mescolare olio e pianta. Apri il recipiente ogni settimana, la droga deve essere ben coperta dal solvente. Per estrarre meglio, nei primi giorni puoi riscaldare il recipiente facendo attenzione che l’olio questa volta non superi la temperatura di 35°C. Nel caso dell’iperico si espone al sole per tre giorni. Per la maggior parte delle altre piante che si raccolgono in estate, la macerazione NON viene esposta al sole.

Calendula officinalis , capolino intero in infusione oleosa

In alcuni oleoliti da pianta fresca può formarsi un fondo o delle velature. Se le piante non sono state raccolte dopo la pioggia e la preparazione è avvenuta correttamente, un eventuale fondo è dovuto alla decantazione di parti vegetali non filtrate. Secondo la mia esperienza non intacca le proprietà, per escludere ogni rischio puoi ripetere il filtraggio.

Come per le tinture, gli oleoliti “maturano” nel tempo. Prima di usarli aspetta tre mesi. Dopo otto mesi, in genere, un oleolito è perfetto e si sente dal profumo e da come si stende sulla cute. Si conserva in media per due anni nella bottiglia piena.

Impressioni di Fonte Avellana, Calendule. ph. Pamela Natalini

Melisse im Garten anpflanzen

Aus meinem Artikel “Herzbrot, Immenblatt und Nervennessel: die Echte Melisse” erschienen in ERNÄHRUNGSRUNDSCHAU 4/2018

Wer Melisse für z.B. für selbstgemachte Hausteemischungen anpflanzen möchte, kann sie entweder aus Stecklingen ziehen, oder die Samen gesunder, starker Mutterpflanzen sammeln. Melissensamen sind wie bei vielen Lippenblütlern sogenannte Klausen, also kleine, ölhaltige Nüsschen. Man schneidet die Blütenstände und streift die Samen von den Stängeln ab, trocknet sie nach und bewahrt sie an einem trockenen, kühlen Ort auf. Man kann sie am Februar im Wintergarten vorziehen oder im Juni direkt aussäen.

Melissa officinalis Demeter April 2020

Melissa officinalis liebt stickstoff-und lehmreiche und dennoch nicht zu schwere Böden und gedeiht an sonnigen, windgeschützten Stellen. Im Hausgarten bildet sie schöne, kugelförmige Stauden, zieht Bienen und Schmetterlinge an und hält Stechmücken und Fliegen fern. Sie verträgt sich im Gemüsegarten sogar mit Nachtschattengewächsen (Tomaten, Peperoni, Auberginen) und hilft, Pilzkrankheiten zu vermeiden.

Bis zum Sommerende kann man Blätter und Blüten mehrmals ernten, nach dem Rückschneiden wächst das Kraut wieder nach. Als lebhaftes Pflänzchen findet man es in allen Nachbarbeeten wieder, denn durch die kräftigen unterirdischen Ausläufer verbreiten sich Melissen leicht. Beim Ernten heißt es, auf fleckige Blätter zu achten, ein Hinweis auf die Blattfleckenkrankheit. Auch Rost und Mehltau könnten die Heilpflanze befallen, doch im Allgemeinen ist sie ziemlich robust und trotzt Schädlingen.

Als Kübelpflanze gedeiht die Melisse gut und sieht schön aus. Auch in der Stadt, auf dem Balkon oder der Terrasse, kann man frische Blättchen zum Würzen und für Tee entnehmen.

Wer die Melisse auf einer sehr sonnigen Terrasse zieht, sollte die Kübel regelmäßig auf Ameisen untersuchen: die wärmeliebenden Insekten bauen ihre Nester gerne unter duftenden den Stauden! Setzen Sie kleinblättrigen Basilikum, Indianernessel, Ananassalbei, Pfefferminze und Thymian daneben, als Lippenblütler harmonieren die Kräuter gut miteinander und geben eine wunderbare Teemischung, auch auf einem kleinen Balkon.

https://www.ak-ernaehrung.de/content/rundbrief

Nel giorno di Mercurio

Fitopreparazione erboristica significa per me, innanzitutto, sperimentazione. Dagli estratti che ottengo dalle piante selvatiche raccolte durante l’anno provo mille ricette – solo che non riesco ad attenermi e sperimento nuovi ingredienti, variazioni e miglioramenti. Non sempre poi le creme (Salben, salves) riescono, specialmente se emulsionate. Vi devo dire che non rinuncerei per nulla al mondo agli emulsionanti certificati bio, semplici da usare e anallergici.

raffreddando…..

Con oleoliti, tinture, polveri, oli essenziali, idrolati, cere, grassi mescolo, mescolo, mescolo…fino ad ottenere oggi, mercoledì, giorno di Mercurio, il grande Alchimista, una crema per le mani agrumata, con una aggiunta per la stagione molto secca, della lanolina non raffinata. La crema è corposa, profuma di elicriso, lana e calendula. Devo dire che vorrei farne ancora, provando l’oleolito di gemme appena messo in opera. Sperimentiamo…sperimentate sempre!

Finalmente riusciti, gli oli di fiori per il benessere pelle matura

Come tradizione, all’inizio dell’anno non può mancare una nuova ricetta cosmetica. Sto lavorando a pomate per la pelle matura, con pochi ingredienti di sicura efficacia. Ho scelto, tra i miei oleoliti, tre estratti preziosi, ottenuti dai fiori di tiglio, violetta e trifoglio rosso.

Raccolti in tempo balsamico, in paesaggi salutari, di infinita pace e bellezza, dopo anni di esperimenti ho finalmente imparato ad estrarre dai petali ancora freschi, nella prima parte dell’anno, dei rimedi che, come erboristi, usiamo da millenni.

Al posto di composti derivati dal petrolio, molecole di sintesi difficilmente riconoscibili dalla nostra pelle, vi invito a nutrirvi di pura natura, morbidi grassi e fitocomplessi lenitivi, che curano la pelle del viso, le labbra, il contorno occhi, le prime rughe e la cute da rivitalizzare.

Per aumentarne il beneficio, consiglierò poi ulteriori rimedi: le giuste tisane, per ogni età e situazione di pelle, sempre nel segno di un benessere in cosmesi che mette insieme l’estetica con la rigenerazione di corpo e anima, attraverso il meraviglioso mondo di piante e paesaggi.

Solidago virgaurea L. – Verga d’oro, anch’essa una pianta lenitiva per la pelle

“Aromi a portata di mano”: il peperoncino, aroma del cuore

Capsici annui fructus

->Una pianta aromatica al mese: uso e coltivazione, in cucina, caratteristiche in erboristeria e fitoterapia.

Cristoforo Colombo portò i semi di peperoncino (Capsicum annuum L.) dall’America, insieme ad altre specie delle Solanaceae, come le patate, i pomodori, i peperoni, le melanzane. Si contano moltissime varietà di peperoncino, spesso locali, da coltivare anche sul davanzale o sul terrazzo, scegliendo del buon terriccio e un’esposizione soleggiata. Si semina a marzo. Le giovani piantine vengono diradate lasciando uno spazio di almeno 40 cm. A fine estate maturano i frutti allungati, le bacche di colore verde brillante, poi rosso vivace.

Si raccolgono con la luna nuova in giorni di Frutti/Calore (Calendario lunare biodinamico) e si essiccano interi, all’ombra, infilandoli con dello spago di cotone. Il peperoncino fresco ha un gusto fruttato, la droga secca risulta più piccante e si conserva un anno. Nella mia famiglia romana non mancavano le coroncine di peperoncino appese in cucina e l’olio di peperoncino in tavola, tutti i giorni.

USO ERBORISTICO: Per appassionati di erboristeria tradizionale, una ricetta semplice da eseguire ed efficace nell’applicazione pratica: estratto oleoso al Capsicum. Ricetta della tradizione erboristica: “Oleolito composto al peperoncino”

**Oleolito di alloro (Laurus nobilis L.) 100 ml

**Oleolito di iperico (Hypericum perforatum L.) 20 ml

**Oleolito di peperoncino (Capsicum annuum L.) 5 ml

**Olio essenziale di Limone, Arancio dolce, Rosmarino.

Preparazione: versa gli oleoliti e l’estratto di peperoncino in un recipiente di vetro infrangibile, mettilo a bagno maria (misura le temperatura, non deve superare 40 gradi) e mescola in senso orario per 3 minuti. Aggiungi 5 gocce di ciascun olio essenziale e mescola per un altro minuto. Trasferisci la miscela in una bottiglietta di vetro scuro, etichetta e conserva al buio, lontano da fonti di calore. L’oleolito composto serve a massaggiare muscoli indolenziti, articolazioni doloranti (non in infiammazione acuta), irritazioni nervose (sciatica), tendiniti croniche (tendine di achille), mani e piedi soggetti a geloni. La miscela non è adatta ai bambini. La dose di estratto di peperoncino può essere variata, se ne aggiungi, aumenti il potere rubefacente del rimedio: attenzione, è irritante per gli occhi!

Consumare regolarmente del peperoncino è un’ottima abitudine: favorisce la digestione, migliora la circolazione sanguigna e protegge il cuore (antiossidante eccellente), ha proprietà antibiotiche ed  immunostimolanti. E’ adatto a insaporire pietanze nella dieta iposodica, dona un tocco speciale perfino ai dessert al cioccolato fondente e ai gelati.

testo Karin Mecozzi – immagini dal web

Marzapane al Neroli

Mi sono rimaste parecchie mandorle del raccolto 2018, mandorle siciliane, piccole, saporite e ancora gustose e croccanti. Ho quindi preparato un po’ di marzapane, per queste prime giornate dorate di ottobre, in cui il cambio di stagione richiede più energia a corpo e spirito.

Ecco cosa contengono i semi commestibili dell’albero delle Rosaceae Prunus dulcis Miller, piccoli scrigni di energia color latte, ricoperti da guscio legnoso e mallo verde:

proteine vegetali (+20%!), grassi nobili, magnesio, potassio, calcio, zinco, manganese e ferro, vitamine gruppo B, E, A, D, pochi carboidrati

Marzapane veloce e semplice, profumato al neroli GOLD

Ingredienti: 300 g di mandorle private del guscio, miele biodinamico q.b. per impastare, olio essenziale Neroli (qualità GOLD/Argital)

Preparazione: Metti a bagno le mandorle con acqua molto calda per qualche ora, privale del tegumento e mettile ad asciugare su un telo. Macinale finemente aggiungendo qualche cucchiaio di miele, fino ad ottenere una pasta morbida ma consistente. Aggiungi 3 gocce di olio essenziale di Neroli (preziosa essenza ottenuta dalla distillazione in corrente di vapore dei fiori di Citrus x aurantium L., arancio amaro) e mescola bene. Versa in un recipiente di vetro e conservalo in frigo, puoi usarlo per un mese circa.

Il marzapane è un golosissimo spuntino dopo cena, servine due cucchiai con del cioccolato fondente fuso, opure diluito con latte vaccino o di cereali ben caldo, aggiungendo una puntina di vaniglia naturale – le mandorle portano bei sogni!

Prevenire il “blues autunnale” con la macchia mediterranea

Nelle mie escursioni in Appennino, nella Alta Valle del Potenza, incontro quotidianamente piante che parlano del crocevia botanico ed ecologico in cui ho la fortuna di abitare. Lungo i nostri monti il Mitteleuropa e il Mediterraneo si alternano sui versanti cosiddetti invernali ed estivi.

Oggi, in un’area rivolta a sud-ovest, ho raccolto foglie di terebinto, Pistacia terebinthus L., Anacardiaceae, alberello tipico della macchia mediterranea, verde lucido, intensamente aromatico e antichissimo rimedio tradizionale, dalle interessanti ricerche moderne sull’olio essenziale.

Aspetto la maturazione dei semi per completare la mia estrazione. Sarà pronta in autunno, quando serviranno i primi rimedi per fortificare l’apparato respiratorio, stimolare la digestione attraverso aromi e tonificare la sfera sessuale, prima del probabile “blues” di novembre.

Per leggere un’accurata descrizione della pianta: https://www.floraitaliae.actaplantarum.org/viewtopic.php?t=22885

Al profumo di LAVANDA

pensieri su una delle piante officinali più apprezzate –

Avete mai provato a strofinare tra le mani una spighetta di lavanda in piena estate? Sotto il sole cocente, l’intera pianta emana una fragranza leggera, frizzante, dall’effetto rinfrescante immediato. Le numerose specie di lavanda (L. vera o angustifolia, spicata, i molti ibridi) fanno parte delle Lamiaceae. Per distillazione dei fiori si ottiene un olio essenziale atossico, considerato uno dei più versatili al mondo: non solo tonificante e rasserenante, è anche carminativo, deodorante, insetticida e vulnerario. Ogni specie ha delle qualità particolari, per la composizione del’olio essenziale (composti chimici, chemiotipi).


Un modo per catturare il profumo della lavanda quando fiorisce in giardino, è una preparazione veloce di saponette per tutta la famiglia:

Scaldate a bagnomaria 100 g di sapone di Marsiglia grattugiato finemente con 2 cucchiai di olio di oliva o di cocco, 2 cucchiai di lavanda essiccata triturata in polvere e 30 gocce di olio essenziale di lavanda ibrida. Impastate con le mani, formando delle palline. Le saponette si conservano a lungo avvolti di carta velina, sono un bel presente e comode per i weekend estivi.

Ricordate: ogni olio essenziale, ogni idrolato, sono tutte preparazioni erboristiche dall’indubbia azione sul nostro benessere e umore. Diffidate dunque da prodotti di sintesi di scarsa qualità. In Italia, in molte regioni si coltivano specie di lavanda e vale la pena cercare produttori locali, compententi e professionali e erboristerie specializzate. Le preprazioni a base di lavanda che sia ibrida o officinale, come un buon sapone, dell’olio essenziale puro e l’idrolato, l’oleolito e l’estratto alcolico, il fiore essiccato come droga e decorazione, accompagneranno la vostra estate con la sua inconfondibile e speziata armonia.

Foto e post: Karin Mecozzi, Letizia Bolognesi